„Jugend“ – eine frühe Oper des Komponisten Ignatz Waghalter

Der Dirigent und Komponist Ignatz Waghalter, geboren 1881 in Warschau, besuchte um 1900 die von Friedrich Gernsheim geleitete Meisterklasse für Komposition an der Preußischen Akademie der Künste. Während seiner Tätigkeit als Dirigent an der neu eröffneten Deutschen Oper Charlottenburg schuf er 1917 die Oper „Jugend“ auf ein von Hans Richard Weinhöppel frei nach Max Halbe gestaltetes Libretto. 1934 ins Exil gezwungen, starb Waghalter 1949 in New York.

Biographie

geb. 15. März 1881 Warschau – gest. 7. April 1949 New York

Ab 1898 in Berlin, um 1900 Kompositionsstudium in der Meisterklasse von Friedrich Gernsheim an der Preußischen Akademie der Künste, 1907-1911 Korrepetitor und Dirigent an der Komischen Oper, Berlin, 1911-1912 Dirigent am Stadttheater Essen, 1912-1923 Dirigent der neueröffneten Deutschen Oper Berlin-Charlottenburg; ab 1913 mehrere USA-Tourneen; 1925 Dirigent des New York State Symphony Orchestra; 1930 Engagement an der Moskauer Bolshoi Oper, 1931-1932 an der Nationaloper Riga; ab 1934 im Exil: Prag, Wien, ab 1938 USA; Gründung eines Orchesters für Afroamerikanische Musiker. Komponierte Lieder, Kammermusik, ein Violinkonzert, Opern und Operetten, darunter die drei Hauptwerke "Mandragola" (1914), "Jugend" (1917), "Sataniel" (1923).

Archiv und Sammlung

Der ca. 2,5 laufende Meter umfassende Archiv- und Sammlungsbestand enthält Notenhandschriften und -drucke, u. a. zu den Opern "Mandragola" und "Jugend" sowie zur Suite für Orchester, darüber hinaus zeitgenössische Kritiken sowie einige Tonaufnahmen späterer Aufführungen.

Bestandsgeschichte

Der Bestand gelangte 2013 als Schenkung ans Archiv der Akademie der Künste, Berlin.